Donnerstag, 9. April 2009

Good Morning Vietnam! Grenze, Saigon, Sunshine Beach...

Endlich in Vietnam! Obwohl wir in Kambodscha eine sehr interessante Zeit hatten, haben wir uns sehr auf dieses Land gefreut. Mein Leben lang habe ich Photos von Reisfeldern gesehen, oder Filme ueber den Vietnamkrieg, sowohl Dokumentationen wie auch Rambo oder eben Good Morning Vietnam. Ob es wirklich so aussieht? Ob man die Folgen des Krieges noch im Alltag spuert? Mal der Reihe nach:

Abenteuer Grenzuebergang
Wir wussten zwar, dass der suedlichste Grenzuebergang zwischen Kambodscha und Vietnam erst kuerzlich eroeffnet hat und sehr abgelegen ist, aber was wir dann erlebten, ueberstieg doch wieder einmal unsere Vorstellungskraft. Aber diesmal war es, im Gegensatz zur Ankunft in Kambodscha, einfach ein grosses Abenteuer und Erlebnis, weniger Stress. Vom Kukuluku-Hotel in Kep fuhren wir morgens mit einem vom Hotel empfohlenen Tuktukfahrer Richtung Grenze. Kurz vor Abfahrt teilte er mit, dass wir "wegen der schlechten Strasse" vor der Grenze nochmal auf Motorraeder umsteigen muessten, die uns dann aber auch gleich ueber die Grenze bis in die erste Vietnamesische Stadt bringen koennten. Ein klassisches Anschlussgeschaeft also. Mangels Alternative wurde eingewilligt und losgefahren...

Fuer 30km brauchten wir 2 Stunden! Erst fuhren wir per Tuk-Tuk eine "Abkuerzung", will heissen durch die abgelegensten Doerfer und schlimmsten verschlammtesten Strassen. Ein paar Mal mussten wir das Tuk-Tuk verlassen, da wir sonst entweder steckengeblieben oder umgekippt waeren. Dafuer war die Landschaft grossartig!! Unglaublich, war sehr froh, dass wir diesen Weg gewaehlt hatten. Dann allerdings, als die Strasse immer enger wurde, standen ploetzlich 2 Mopedfahrer auf dem Weg und die "Uebergabe" der heissen Ware (natuerlich uns) erfolgte. So kam es uns jedenfalls vor. Da keine Konkurrenz vor Ort war, war unsere Verhandlungsmacht sehr gering. Aber Michi konnte den Preis von 10 auf 9 Dollar druecken.

Dann wurden unsere fetten Rucksaecke und wir ohne Helm per Moped ueber noch abgelegenere und noch rutschigere Strassen gejagt. Ein Moped ging dann auch noch zu Bruch (kein Wunder bei diesen Strassen) und wir mussten zwischen Reisfeldern in der prallen Mittagssonne ausharren. Aber nette alte Kambodschaner wussten uns zu unterhalten.... Die kambodschanische Grenze war als solche nicht zu erkennen: Ein Schlagbaum, zwei-drei Buedchen und sehr viele sich langweilende Grenzpolizisten. Das wars schon. Dann folgte die vietnamesische, welche durch ein imposantes Tor im kommunistischen Prunkstil geschmueckt wurde. Auch hier lief alles problemlos. Wie versprochen fuhren unsere Mopedfahrer uns in die naechste Stadt. Zu unserer Freude gab es asphaltierte Strassen! Welch eine Wohltat!! Und ab der Grenze mussten/durften wir sogar Helm tragen. Toll. Schon jetzt mag ich Vietnam...

Nach mehrmaligem Nachfragen versicherten unsere Mopedfahrer uns, dass an diesem Tag kein Bus mehr nach Saigon fahren wuerde, erst am naechsten Morgen. Auch versicherten sie uns, uns im Stadtzentrum am Marktplatz abzusetzen, damit wir uns ein Hotel suchen konnten. Aber alles kam anders als geplant. Natuerlich wurden wir im Hotel eines Freundes abgesetzt, so schoen am Ende der Stadt, dass wir natuerlich in der Hitze keine Lust mehr hatten, uns was anderes zu suchen. Also checkten wir in einem Hotel ein, in dem kein Mensch Englisch konnte... Aber wir hatten einen wunderbaren Ausblick ueber den Hafen. Ach ja die Stadt heisst Ha Tien (Michi raeusperte sich gerade missbilligend ueber meine unzureichende Informationspolitik).

So am naechsten Morgen kam ein Mopedfahrer, natuerlich ein Freund des Hauses, aufgeregt auf uns zu und meinte, dass heute keine Busse mehr nach Saigon fuehren. Aber sein Freund habe ein Busunternehmen. Von dort fuehren heute noch Busse. Nur verschwieg er uns, dass der Bus doppelt so teuer wie normale Busse waren und die Busstation nochmals 20km entfernt war. Wir bestanden aber trotzdem darauf, zum oeffentlichen Busbahnhof gefahren zu werden, da wir ihnen nicht glaubten. Leider hatten sie recht. Es fahren nur abends Busse nach Saigon. Die hatten uns also am Vortag fett angelogen... Aber wir waren auch selbst schuld, da wir ihnen ohne selbst zu pruefen, Glauben geschenkt hatten. Das war wieder mal eine Lehre! Wir waren so genervt, (ok Michi will uebernehmen, ihm gefaellt mein Schreibstil nicht so...)

Stimmt nicht, Sandra schreibt sehr ausfuehrlich und beschreibend. Aber mein Tatendrang liess sich grad nicht mehr zurueckstellen. Zusammenfassend moechte ich sagen, dass ich so eine durch Luegen und Vorspielen falscher Tatsachen gepraegte Kultur der Abzocke noch nie erlebt habe, selbst damals in Marokko nicht - Tuktukfahrer, Hotelbesitzer, Restaurants etc. schliessen sich ueber Staedte verteilt zusammen und erfinden Szenarien und Extrarouten mit Geschichten, um Touristen auszupressen wie faule Kokosnuesse. Leider traut man in der Folge den netten Einheimischen nicht mehr, die uns wirklich nur helfen wollen...

Also, zurueck zur Reise: Waehrend uns die beiden Luegenbarone ihre Extratour verkaufen wollten, sahen wir eher zufaellig einen Kleinbus, der nach Chao Doc fuhr, quasi halbwegs unsere Route. Spontan sagten wir "Hasta Luego Cochones" und sprangen in den lokalen Bus, waehrend die beiden uns traurig nachschauten. Auf diese Weise lernten wir die ortsuebliche Weise des Mittel- und Langstreckentransportes kennen, ich glaube bei uns nennt man sowas Sammeltaxi. Es handelt sich um einen etwas groessenen Kleinbus, in den eigentlich (nach Deutscher Sichtweise und Anzahl der Sitze) rund 14 Personen inkl. Fahrer rein duerften. Da der Bus aber ueberall anhaelt und von der Strasse Leute aufpickt, kamen wir teilweise auf 27 Personen zzgl. Gepaeck! Wir als einzige Auslaender waren da eher eine Sensation. Im Bus konnte auch keiner Englisch - lokale Kultur pur. Bei jedem Halt wurde der eh schon ueberfuellte Bus zur Verkaufsmesse umfunktioniert. Verkaeufer mit Megaphon verkaufen Naturheilmittel, und von frischen Fruechten und Getraenken bis Asia-Doener und seltsamen vietnamesischen Losen fuer Gluecksspiele war alles dabei. In Chau Doc nahmen wir gleich noch einen zweiten solchen Bus und kamen nach ueber 10 Stunden ohne Klimaanlage und Stossdaempfer komplett fertig in Saigon alias Ho Chi Minh City an.

SAIGON
In Saigon konnten wir bei dem ach so tollen, "mein Vietnamesisch ist schlechter als mein Chinesisch" amerikanischen Couchsurfer uebernachten. Er fuehrte uns allerdings zu einem super Restaurant, wo wir einen senkrecht aufgebarten Elephantenohren-Fisch (oder so aehnlich) verspeist hatten (ich hatte Marc sachte darauf hingewiesen, dass wir das Duschen verschieben wollten und gleich zum Essen uebergehen). Von unserer Unterkunft aus hatten wir einen tollen Ueberblick ueber Saigon, siehe Bild.

Saigon ist eine im Vergleich zu Bangkok ruhige Stadt. Ruhig im Sinne von keinen Staus. Es gibt unzaehlige Mopeds, mehr als Saigon Einwohner hat (5 Mio Einwohner). Wir sind dann morgens zum Fruehstueck per Moped durch die Stadt gefahren. Schweissgebadet, hier zaehlen Ampeln, Fussgaenger und Richtungspfeile wenig, genossen wir eine sehr leckere vietnamesische Fruehstueckssuppe. Lecker!!Pho, merkt euch diese Suppe, vielleicht gibts die beim Vietnamesen in Deutschland auch. Allerdings gibt es eine zweite Nationalsuppe, irgendetwas mit Bun Bo Hue, die wuerde ich wegen undefinierbaren Fleisch oder Fisch nicht unbedingt empfehlen.

Saigon ist eine sympatische Stadt, in der extrem viel gebaut wird. Im Gegensatz zu Phnom Penh gibt es hier durchgaengig Stromversorgung (wenn auch teils sehr unorthodoxer Natur, siehe Bild) und richtige Baumaschinen. So gesehen braucht die Hauptstadt Kambodschas noch ein paar Jahre bis das Niveau des Nachbarlandes erreicht wird... Aber hoffentlich braucht Saigon noch ein paar Jahre bis es verkehrschaostechnisch mit Bangkok gleichzieht. In Vietnam angekommen, merken wir noch mehr, wie arm Kambodscha wirklich ist.

In Saigon haben wir uns das Vietnamkriegsmuseum angeschaut und uns von der Stadt einfach treiben lassen. Aber mit dem Treiben war es schnell vorbei, da Michi seine Wunden in einem internationalen Krankenhaus behandeln lassen musste. Bei jedem Schritt schmerzten ihm die Fuesse. Nach nur einer knappen Stunde Behandlung und 80Dollar (bezahlt mit 50 Euro und 250.000 Dong) weniger schlossen wir mit einem wunderbaren vietnamesischen Essen in der Naehe der Notre Dame! genuesslich den Tag ab. Um Michis Fuesse zu schonen, sind wir dann gleich am naechsten Tag weiter nach Mui Ne, einer Strandstadt, gefahren.

Nachtrag meinerseits: Der franzoesische Chefarzt erlaeuterte mir, dass viele Europaeische Touristen durch das feuchtwarme Klima Hautprobleme bekommen. Leider hat ein Pilz meine Haut geschwaecht, die an einigen Stellen aufriss, und wegen unseren vielen Aktivitaeten auch nicht zur Ruhe kam. Nun heisst es also Fuesse stillhalten. Leider darf ich nicht nur riesige Antibiotika schlucken, sondern auch nicht im traumhaften Meer herumplantschen.... schluchz! Zum Vietnamkriegsmuseum muss ich noch hinzufuegen, dass mich die Bilder bereits stark aufwuehlten. Als ich dann noch ein paar junge Amis sah, die nur von den grossen amerikanischen Waffen fasziniert waren, und wohl deren Papa, der sich stolz vor US-Kampfhubschraubern fotographieren liess, schob ich mal wieder mentale Aggressionen gegen unsere transatlantischen Freunde, die ich seit der Abwahl George W. Bush's schon fuer fast beendet hielt...

Mui Ne
Mui Ne hat einen 12 km langen Sandstrand!! Und ganz viel Wind!! Ich habe schon lange nicht mehr geoelt, faellt mir dabei ein :-) Heute morgen sind wir um 4Uhr morgens aufgestanden, um den Sonnenaufgang in den weissen Duenen zu sehen. Die Duenenlandschaft ist unglaublich schoen. Einfach unbeschreiblich, deswegen lasse ich die bald einzustellenden Bilder dafuer sprechen. Dann ging es weiter zu den gelben Duenen (das gleiche in gelb), zu einem Fischerdorf und in den roten Canyon, welchen man nur erreicht, in dem man im Maerchenfluss entlangstiefelt.

Mui Ne ist uebrigens ein Paradies fuer alle Freunde des windabhaengigen Wassersports, insbesondere Windsurfer und Kite-Surfer jagen vergnuegt die Traumstraende rauf und runter!

So, Sandra und Michi sagen mal wieder Tschoe und gehen jetzt fuer ein paar hunderttausend Dong essen ;-) bis bald!

Freitag, 3. April 2009

Battanbang, Phnom Penh, Kep: Cambodia, Kingdom of Wonder (Koenigreich des sich Wunderns)

Nach langer Zeit haben wir wieder etwas Ruhe und einen Computer. Hier eine Zusammenfassung unserer vielen Erlebnisse der letzten 10 Tage:

BATTANBANG
In Siem Reap hatten wir uns Tickets fuer ein Speed Boat nach B. gekauft - auf dem Schild war ein doppelgeschossiges Schnellboot zu sehen. Als wir am naechsten Morgen, nach holpriger Fahrt auf der Ladeflaeche eines Pickups mit weiteren 8 Reisenden samt Gepaeck, am Steg ausserhalb der Stadt ankamen, war das Erstaunen gross: Auf einem schaebigen Holzkahn mit improvisiertem Motoerchen, eng zusammengestaucht mit weiteren ueberraschten Menschen ging es auf die dann sogar 9stuendige Fahrt (laut Hotel sollte sie 4-5 Stunden dauern).

Pittoresque in der Tat - wir durchfuhren Flussdoerfer, Haeuser auf Stelzen mit badenden Kindern - wurde die Fahrt in der Hitze und auf harten Holzbaenken schnell zur Qual. Ueber den Tonle Sap, einen grossen Binnensee, ging es spaeter durch schmale Kanaele, die fuer die Bevoelkerung gleichzeitig Abwasserkanal und Schwimmbad darstellten. Es stank teils furchtbar. Zur Mittagszeit stoppten wir in einem Fischerdorf und assen eine Portion Reis mit Bohnen - vielleicht unser Verhaengnis?

In Battanbang selbst, der zweitgroessten Stadt des Landes, gibts wenig zu sehen. Wir hatten das grosse Glueck, bei einem netten deutschen Couchsurfer unterzukommen, Philipp. Durch ihn kamen wir zu einer exklusiven Fuehrung durch ein buddhistisches Kloster von einem mit ihm befreundeten Moench. Der hat auf dem Grundstueck gleich noch eine Schule fuer Englisch und Koreanisch aufgemacht (zweites Bild), weil die Schulbildung allgemein miserabel sei. Der Tempel wurde uebrigens waehrend der Periode der Roten Khmer als Gefaengnis benutzt und alle Buddhastatuen zerstoert - unter den Roten Khmer war auch Religion verboten.

Auf unserer Radtour zeigte uns Philipp ausserdem eine Guava- und Mangofarm (Verkoestigung inklusive), sowie das laendliche Leben in Kambodscha. Hunderte kleine Kinder liefen teils winkend auf uns zu, wenn wir drei auf unseren Raedern vorbeifuhren, ein tolles und fuer uns unerwartetes Gefuehl. Aber viele europaeische Touristen kommen dort sicherlich nicht vorbei.

Dann allerdings erwischte uns ein uebler Mageninfekt und streckte uns nieder. War es das Essen im Dorf, war es die Fahrt auf dem Kanal? Philipps Wohnung wurde zum Hospital und die Deutsche Welle, einziger deutscher TV-Sender hierzulande, hatte ein paar Zuschauer mehr. Nach zwei Tagen gings dann wieder einigermassen. Die Einladung eines Kollegen von Philipp zum Essen (ein fettiges scharfes Huhn sollte es sein) mussten wir leider ausschlagen. Allerdings wurden wir Abends zum grossen Essen der Thueringisch-Cambodschanischen Gesellschaft eingeladen, die gerade die Grundsteinlegung fuer ein wohltaetiges Projekt feierten.

Nach vier Tagen fuhren wir mit einem unglaublichen Karaokebus weiter nach

PHNOM PENH
Auch in Phnom Penh hatten wir Glueck und wohnten drei Naechte lang bei Couchsurfern. Nicolas ist Photograph und versucht, durch sein Engagement auf die soziale Ungerechtigkeit im Land aufmerksam zu machen. Frank arbeitet bei einer NGO und kuemmert sich um Opfer der letzten Kriege sowie Mienengeschaedigte. Durch die Erzaehlungen der beiden sowie die Besuche des Foltergefaengnisses 'Tuol Sleng' alias S21 (erstes Bild) und am Tag darauf bei den Killing Fields (zweites Bild) wurde uns das Leid und die Ungerechtigkeit, die dem Land in den letzten Jahrzehnten geschehen sind, in vollem Umfang bewusst.

Die Periode der Roten Khmer von 1975 bis 1979 ist noch wenig verarbeitet worden von der Bevoelkerung. Damals wurde rund ein Viertel der eigenen Bevoelkerung ermordet, und diese Tragoedie hat das Land bis heute nicht verarbeitet. Aber wir sind keine Historiker - lest bei Interesse am besten bei Wikipedia weiter. Uns wurde allerdings auf einen Schlag klar, dass jeder hier im Land seine persoenlichen Erfahrungen mit dieser schlimmen Zeit hat, und das hierzulande viele Taeter und Massenmoerder nach wie vor frei sind und teils wichtige Positionen besetzen.

Durch Nicolas fanden wir fuer die Zeit in Phnom Penh einen tollen Tuktuk-Fahrer, Sina, der uns neben den Killing Fields auch viele weitere Orte zeigte und uns nebenbei die Missstaende in seinem Land in aller Haerte demonstrierte. Auf dem Rueckweg von den Killing Fields fuehrte er uns zum Beispiel zu einer riesigen staedtischen Muellkippe, auf der vor allem Kinder arbeiten, aber auch ganze Familien wirklich leben. Wir selbst hielten es vor Gestank kaum aus.

Wer auch nach Phnom Penh kommt, unbedingt bei Sina melden und sich von ihm die Stadt und die Gegend zeigen lassen! Seine Website lautet http://www.homelandtourism.com/

Sina, der 10 Jahre Moench war, zeigte uns aber auch die interessanten und schoenen Seiten der Stadt. In einem buddhistischen Tempel brachte er uns in ein kleines Kellergewoelbe, wo uns in duesterer Atmosphaere ein alter Mann nach buddhistischer Tradition segnete. Kniehend in dem dunklen, heissen Raum war es eine sehr unheimliche, aber unheimlich intensive und schoene Geste. Nebenan im grossen Tempel schauten wir dann zu, wie eine verstorbene alte Frau von ihrer Familie fuer die oeffentliche Verbrennung angekleidet wurde. Beim Besuch eines weiteren Tempels, Wat Phnom, auf dem einzigen Huegel der Stadt, wurden wir Zeuge, wie einer der vielen dort lebenden Affen meine verschlossenen Wasserflasche schnappte, sie fachmaennisch oeffnete und in gierigen Zuegen trank. Im naheliegenden Olympiastadion beobachteten wir, wie die Reichen Phnom-Penn(h)er im Akkord ihrer sportlichen Taetigkeit nachgingen. Danach waren wir reif fuer die Insel, auf der Suche nach Abkuehlung, Erfrischung, Ruhe und Entspannung...

...RABBIT ISLAND (DOG ISLAND) !
Nach langerlanger und abenteuerlicher Busfahrt ueber unbefestigte und schlammige Strassen, sowie einer schoenen Bootsfahrt landeten wir auf Rabbit Island. Die Insel wird in Reisefuehrern (Lonely Planet 2007) als einsame Insel mit langen Straenden, einem Restaurant und 7 (sieben) Bungalows gepriesen. Angekommen an einem durchaus traumhaften Palmenstrand trafen wir dann allerdings auf knapp 7 Restaurants und so circa 40 Bungalows, und waehrend unserer Zwei Tage wurde noch eines schnell aus Bambusstaeben zusammengewerkelt. Der Tourismus macht auch vor Suedkambodscha nicht ganz halt. Allerdings kostet hier ein Bungalow nur 4-5 Dollar pro Nacht. Allerdings muss man mit bruechigem Boden aus Bambusstaebchen, ohne Strom (nur Abends kurz) sowie fehlender Duschmoeglichkeiten vorlieb nehmen. Dafuer machen die Inselbewohner aber gute Pancakes mit Fruechten der Saison (Banane, Ananas). Auch die Kokosnuss kommt mit 2000 Riel guenstig daher. Touristen waren so 20 bis 30 ueber die Insel verteilt, hielt sich erfreulich in Grenzen. Viele fuhren Abends wieder zum Festland, einige uebernachteten und man traf sich auf einen gepanschten Drink an der einzigen Bar der Insel. Aber im Grunde genommen eine Trauminsel....

...waeren da nicht die zahllosen Hunde der Einwohner, die sich nachts gegenseitig zerfleischen und jeden Spaziergang am Strand im Mondschein zum Spiessroutenlauf werden liessen. Zudem konnte man jederzeit in riesige Kuhfladen der vielen freilaufenden Rinder treten. Moskitos und andere fliegendes Geviech nervten enorm. Sandstrand, Kokospalmen, ein toller Rundgang durch den Dschungel und glasklares Wasser entschaedigten.

Nach der Rueckfahrt von der Insel sind wir aktuell in Kep, der 'Cote d'Azur' Kambodschas. Die kleine Stadt wurde zunaechst von den Roten Khmer, und danach von den Vietnamesen komplett zerstoert, alte franzoesisch anmuetende Villen stehen zerstoert in der Gegend herum. Langsam kommt hier das Leben zurueck, und das Warten auf den Massentourismus, der hier sicherlich in ein paar Jahren einziehen wird.

Generell ist Kambodscha fuer uns ein Koenigreich des sich Wunderns, ein interessantes, aber sehr schwieriges Reiseland, sowohl von den Leuten, vom Comfort, vom politischen System, von der Armut und auch vom Klima her. Die Menschen sind ueberwiegend sehr arm. Wir sind im Vergleich dazu steinreich. Alle wollen uns jederzeit etwas verkaufen. Die Regierung ist korrupt, verhindert Reformen und unterdrueckt ihre Bevoelkerung, um an der Macht zu bleiben.
Sandra machen die Hitze und die vielen Moskitostiche zu schaffen. Sie schwitzt unglaublich - man koennte jederzeit meinen, sie kommt grad aus der Dusche... Ihre Beine sine einzige Beulen. Die Bedienung im Internetcafe stellt uns bereits ungefragt Moskitospray hin. Meine Haut leidet unter der schwuelwarmen Hitze und ich habe eckelige Wunden an den Fuessen. Flipflop oder Schuh? Das eine schabt, das andere schwitzt... Ich experimentiere mit unserer Reiseapotheke, die uns Dr. Hesse aus Kreuzberg mitgegeben hat. Es ist nicht immer leicht. Kaliumpermanganat oder Bepanthen? Zumindest hat der Durchfall aufgehoert, ein wichtiger Teilerfolg, insbesondere nach all den unschoenen Loechern im Boden, die wir in Kambodscha gesehen haben!

Morgen geht es weiter nach Vietnam!

Montag, 23. März 2009

Siem Reap: Die Stadt der Tempel oder Angkor What?


Die naechsten 5 Naechte blieben wir im 'Shadow of Angkor 2' (fuer Insider - erinnert leicht an 'Zwanglos 3'), ein gutes Guesthouse der gehobenen Klasse. Hier koennte man eine kleine Abhandlung ueber das Aelterwerden einschieben, denn wir hatten nach der langen Fahrt einfach keine Kraft mehr, ein guenstigeres Hotel zu suchen, das auch mit weniger Komfort auskommt. Fuer ein Doppelzimmer mit Aircondition und Balkon liegen wir hier bei 20 US-Dollar pro Nacht, wahrscheinlich am oberen Rand der Preisspanne fuer Backpacker.

Generell haben wir schnell gemerkt, dass in Kambodscha sowohl das Essen wie auch die meisten anderen Gueter und Dienstleistungen, insbesondere Transport, deutlich teurer sind als in Thailand. So zahlten wir auf den Maerkten und in den Strassen Bangkoks fuer eine volle Mahlzeit umgerechnet meist unter einem Euro, Suppe inklusive. Hier sind eher 2 Dollar normal - ohne Sueppchen. Das liegt sicherlich auch daran, dass hier der US-Dollar offizielle Waehrung ist. Nur kleine Betraege und Wechselgeld kommen in Riel daher, oder Trinkgeld.








Nach einer erholsamen Nacht entschieden wir uns aufgrund des heftigen Regens, ein Tuktuk zu chartern! Die darauffolgenden Tage haben wir uns dann aber Fahrraeder gemietet. Noerdlich der Stadt liegen unglaublich viele alte und teils vom Dschungel eingenommene, ueberwucherte Tempelanlagen. Man koennte sicherlich auch eine Woche dort verbringen, im Dschungel herumlaufen, und die ploetzliche auftauchenden, teils von Kanaelen umrundeten Tempel besichtigen, oder sich mit einer aufgeschlagenen Kokosnuss den Sonnenuntergang auf der Spitze eines alten Tempelturmes anschauen. Aber nach drei Tagen haben wir dann doch genug, und werden morgen nach Battambang weiterziehen. Heute ist Internet (wie Ihr sicherlich bemerkt habt) und Erholung angesagt.

Aber nicht unerwaehnt bleiben soll der 3. Tempel-Tag. Wir wollten mal die abseits gelegenen Wege, die zu den Tempeln fuehren, mit unseren Raedern befahren. Bewaffnet mit kostenloser Touristenkarte, einem Kompass, Sonnencreme und Flipflops, zogen wir los, in der Mittagssonne den Dschungel zu durchqueren. Stundenlang fuhren wir noerdlich, und warteten auf den Weg, der uns oestlich zum Tempel bringen sollte. Wir fuhren knapp eine Stunde in der Hitze, bis wir uns mangels eines Weges entschlossen, an einem einsam gelegenen Huettchen um Rat zu fragen. Der Mann, Inhaber einer Tankstelle und frischgebackener Vater, vom Aussehen her Bruce Lee sehr aehnlich, erkannte unsere ausweglose Lage und unsere Dummheit. Tatkraeftig bestieg er sein Fahrrad und brachte uns zurueck auf den richtigen Weg, der sich ein paar Kilometer vorher in einem kleinen Doerfchen hinter einer Bruecke versteckte. Als Resultat nahmen wir ordentliche Sonnenbraende und Sandra einen heftigen Sonnenstich mit in die Tempel. Wir, die typischen Touris....



Going to Cambodia - die Grenze aus einer anderen Welt


Aus der Obhut Tens entlassen, ziehen wir nun wieder alleine los. Ziel ist Siem Reap, etwas suedlich des kambodschanischen 8. Weltwunders, den Tempeln von Angkor. Aber der Weg dorthin hatte es in sich. Das beste war noch der Zug von Bangkok nach Aranyaprathet. Unerwartet angenehm war die Reise, in der 3. Klasse ohne Klimaanlage, bei gluecklicherweise nur rund 30 Grad (morgens hatte es leicht geregnet). Der Zug war proppevoll mit Marktfrauen und Schuelern, leider musste gerade die dicke Frau, die sich neben Sandra zwaengte, toten Fisch transportieren. Ansonsten alles super, die Fenster waren alle weit geoeffnet.


Die ersten zwei Stunden tranken wir nichts, weil wir kein Klo gesehen hatten, und bei der Menschenmenge dort eh nicht hingelangt waeren. Dann trafen wir Vincent, einen Franzosen aus La Reunion, der am Ende des Waggons ein Loch im Boden gefunden hatte. Mit ihm zusammen nahmen wir uns in Aranyaprathet ein Motelzimmer, um die Grenze nicht Abends im Dunkeln ueberqueren zu muessen - wir hatten im Internet sowie diversen Quellen schlimmes gehoert...


Das sollte sich nun bewahrheiten!
Der naechste Tag: Fruehmorgens nahmen wir vorm Hotel gemeinsam ein Tuktuk, das uns zur Grenze bringen sollte. Die Betonung liegt auf 'sollte', denn natuerlich machte der Fahrer noch diverse Umwege. Wir hielten rund 2 Km vor der Grenze erst an einem Touristen-Abzock-buero, wo man uns sagte, wir seien schon an der Grenze und sollten hier zahlen. Wir weigerten uns, auszusteigen und verlangten, zur Grenze gefahren zu werden. Der Fahrer nickte, fuhr los - und hielt nur 5 Meter weiter vor einem angeblichen Kambodschanischen Generalkonsulat, wo ein uniformierter Herr uns schon mal das Visa verkaufen wollte. Doch auch hier blieben wir einfach sitzen, wobei insbesondere Sandra kuehlen Kopf bewahrte, und liessen uns nicht aus der Ruhe bringen.

Dann endlich kamen wir an der Grenze an. Auf Thailaendischer Seite keine Probleme. Die ca. 150 Meter bis zur anderen Seite kamen mir vor, als ob man buchstaeblich von einer Welt in eine andere tritt. Man konnte die Armut sehen und fuehlen. Ich traute mich nicht annaehernd, meine Kamera auch nur hervorzuholen, um dies festzuhalten. Als wir am Buero fuer 'Visa on arrival' ankamen, sprangen uns zwei uniformierte Beamte freudig entgegen, da wir natuerlich frisches Geld mitbrachten. Zwar kostet das Visa offiziell nur 20 US-Dollar, aber zur Unterstuetzung der armen Familie etc. mussten wir, wie alle anderen auch, 1000 Thai-Baht zahlen, deutlich mehr, ca. 25 Euro. Allerdings hatten wir dafuer auch nach 5 Minuten ein Visum.
Jetzt gings richtig los. Bei bruehender Hitze und vollgepackt mit unseren riesigen Rucksaecken stuermten die Horden von Kambodschanischen Tuktukfahrern, privaten Taxifahrern, angeblich offiziellen Reiseorganisationen auf uns ein. Es gab kein entkommen, und keine offizielle Stelle, um zu erfahren, wann und wo Busse fahren. Jeder erzaehlte etwas anderes, alle wollten das eine: Uns zu gesalzenen Preisen in ihre alten Autos stecken, um uns irgendwo hinzufahren. Letzten Endes suchten wir uns nach einstuendiger Flucht, die heisse staubige Hauptstrasse entlang, ein privates Taxi mit einem jungen Fahrer und dem Lenkrad rechts (obwohl hier wieder Rechtsverkehr ist), was jedes Ueberholmanoever zum Kamikazeakt werden lies (zumal der linke Spiegel auch fehlte). Dafuer hatte er allerdings supertolle asiatische Karaokemusik, die im eingebauten Minifernseher lief und uns beschallte.

In Sisophon trennten wir uns dann von Vincent, nahmen uns nach elend langen Verhandlungen mit neuen Horden von Menschen ein neues Taxi. Nach 4 Stunden kamen wir an, und hatten die rund 140 Km ueberstanden.

Ko Samet - Sand, Strand und Meehr

Ko Samet - unsere erste und damit schoenste Insel. Aus dem unglaublichen und anstrengenden Chaos Bangkoks direkt in eine wunderbare, traumhafte Palmenatmosphaere hinein, so hatten wir uns das vorgestellt. Im Gepaeck: Ten, Kwau, ein vollgepackter Jeep und eine Nena-CD von Tens Mutter. Nach 2 Stunden Fahrt liessen wir den Wagen in einer kleinen Hafenstadt stehen und wurden schon vom kleinen Fischerboot unseres Hotels erwartet, welches uns in knapp einer halben Stunde zu unserem Traumstrand brachte...




Das Wochenende verwoehnte uns mit einem kleinen Bungalow, einem Privatstrand und einem Moped. Wir haben es tatsaechlich geschafft, unbeschadet durch Thailands Verkehrschaos, getoppt durch schlammige Fahrwege mit riesigen Schlagloechern, Linksverkehr ohne Helm- und Fuehrerscheinpflicht zu kommen. Schaut und geniesst:

Unser erstes Mittagessen

Blick aus unserem Bungalow auf Massagetempel, Pool und Meer

Unsere Freiluftdusche und natuerlich unser feiner weisser Sandstrand mit Kokosnuss.


Was wir in Thailand gelernt haben:
Der Laut eines Riesengeckos ist dem eines Telefons nicht unaehnlich - Vor jedem Kinofilm muss man sich stehend einen Imagefilm ueber den Koenig anschauen - TukTuk-Fahrer sagen immer: "Where you from? Where you want to go?" - Es gibt drei verschiedene Koerperhaltungen, um sich zu bedanken, je nach Alter und Rang des Gegenueber - Thailands 4. Koenig muss ein toller Typ gewesen sein, Ten erzaehlte viel und gerne von ihm...

Nachdem wir in Thailand waren, empfinde ich meine Steuerlast in Deutschland nicht mehr ganz so schlimm wie noch vor einigen Monaten. Hier gibt es zwar nur eine geringe Besteuerung, allerdings auch keine staatliche Unterstuetzung bei Arbeitslosigkeit, Krankheit, Kindersegen oder so, von einer Rente mal ganz abgesehen. Viele Menschen hier arbeiten von frueh bis spaet, jeden Tag, ganz egal was, einfach um zu ueberleben. Aber auch Besserverdiener muessen neben dem normalen Job noch einen zweit- oder drittjob annehmen, um sich abzusichern oder vorzusorgen. Ten, der lange in Chicago gearbeitet und auch kurz in Weimar studiert hat, nun wieder in Bangkok lebt, gab uns mehrfach zu verstehen, wie gut wir es in Deutschland mit unserem Sozialstaat haben.

Dienstag, 17. März 2009

Bangkok - Tempel und mehr

Wenn Bangkok viel von einer Sache zu bieten hat, dann sind es Tempel und Essen. Dazu kommt eine schier unglaubliche Masse an Autos, TukTuks, von Hand gezogener Karren und natuerlich Mopeds, ohne die hier gar nichts laufen wuerde. Unvorstellbar, wenn hier jeder ein Auto haette...


Mit Ten haben wir natuerlich brav alle wichtigen Tempel abgeklappert. Fazit: beeindruckend und wunderschoen!!! Hier ein paar Tempelfotos







Besonders interessant und eine Angelegenheit fuer Mutige sind die vielen Essensmaerkte. Gluecklicherweise konnte Ten abschaetzen, was wir Europaer vertragen und was nicht. Wir haben auch schon einen Lieblingsnachtisch gefunden: Warmes Brot, dass in eine undefinierbare gruene Sauce getunkt wird.


Ohne Ten haetten wir nie gedacht, dass so kleine fahrbare Staende sich als richtige Restaurants entpuppen koennen. Hinter den kleinen Staenden stehen immer Plastikstuehle und -tische bereit. Die direkt an einem vorbeifahrenden Laster geben dem Essen die noetige Wuerze...



Wir muessen jetzt schnell zum Bahnhof, also: Bis bald!

Montag, 16. März 2009

Unser erster Tag in Bangkok

Juchhu, wir haben Asien erreicht (nach einem 11-stuendigen ungeheuer wackeligem und unruhigem Flug - sehr oft ertoente die monotone Stimme des Kapitaens, die uns empfahl uns lieber anzuschnallen... Aber wir haben den Flug ueberlebt. Ach und um zu zeigen, wie schlimm der Flug fuer mich war: ich hatte keine Lust auf Fruehstueck und habe mich mit einem Yoghurt und Saft begnuegt!! Und Michi hat ein paar blaue Flecke davongetragen..).

Bangkok ist heiss und schwuel, Arm und Reich leben hier nebeneinander, die warme Luft riecht abwechselnd nach Fisch und gebratenen Huenchenspiessen, die direkt auf einem kleinen Wagen am Strassenrand zubereitet werden. Ten, unser local guide und guter Freund aus Chicago-Zeiten, riet uns davon ab, diese von Autoabgasen gegarten Koestlichkeiten zu uns zu nehmen, da unsere europaeische Maegen doch sehr empfindlich seien. Tausende Menschen auf den Strassen, man ist nie allein, geschaeftige Maerkte, auf denen man alles kaufen kann, was man braucht oder auch nicht, von lila Eiern bis hin zu Buddha-Statuen.. Es ist unvorstellbar...

Wir gehen jetzt mit unseren Hosts auf den Nachtmarkt und ins Kino, deswegen in den naechsten Tagen mehr von Bangkok und der wunderbaren Insel Ko Samet!!!!!!!!
Keep reading, eure Sandra

Montag, 9. März 2009

Michis 30. Geburtstag in Bremen


Kurz vor unserem Abflug hat der kleine Michi seinen großen Tag: Freunde und Verwandte kamen zusammen, um ihm auf dem Bremer Domshof beim Fegen der Domtreppen ihren Tribut zu zollen. Gemäß dem alten Bremer Brauch fegte er solange die von Kronkorken bedeckten Stufen, bis eine Jungfrau ihn unter frenetischem Jubel mit einem Küßchen erlöste.


Vorher musste ich noch einen schwer mit Bier beladenen Holzkarren durch die ganze Stadt ziehen. Ich war dafür von meinen besten Freunden modisch herausstechend angezogen worden und bot somit einen reizvollen Anblick! Aber man wird ja auch nur einmal 30 - somit trug ich es mit Fassung.


Vielen Dank zugleich auch an alle meine Freunde, die mir nette eMails und SMS geschickt haben, und natürlich an alle, die auf den Marktplatz gekommen sind! Vor der langen Reise war es toll, so viele nette Menschen auf einen Haufen sehen zu können....

Morgen geht die Reise los! Vielen Dank für den tollen Abschied!!!

Freitag, 6. Februar 2009

Preparing the trip - asian cooking in our kitchen

Hello also to our readers who do have an english-language background! I think that, since most of our german friends speak and read english quite well, we could just write these pages in english ;-)


Sandra and I start to really prepare for the trip - since I have never really tried to eat with chop sticks, here we go. And I also can´t stand spicy food. But I don´t want to be embarassing when we do couchsurf in asia, and people prepare great interesting things for us. So, Übung macht den Meister! We went to the asia-shop in the Gneisenaustraße, Kreuzberg, some real currypaste, chinese noodles, cocomilk, and fresh vegetables. Thanks to Jesko who explained via telephone how to do the curry-cocosauce in the pan, we created a nice hot "berlin-asian currycocopan".


By the way, we already did that a few weeks ago the first time, when my friend Ali and his girlfriend Yasemin were here for alis 30th birthday ;-) - but from then on, asian cooking became part of our lifestyle. I fear though that spicy in cambodia means an other "spicy" than the way sandra and I cook....

Dienstag, 3. Februar 2009

Die Vorbereitungen laufen - Wohnung vermietet


Noch gut einen Monat, bis wir von Hamburg aus über London nach Bangkok fliegen. Die Vorbereitungen, viel mehr aber die Gedanken rund um die Zeit in Asien sind schon seit vielen Wochen ständiger Begleiter und allgegenwärtig. Mittlerweile sind die meisten Dinge erledigt, und die Anspannung ist schon längst der Vorfreude gewichen...


Die Wohnung ist vermietet, die untenstehende Anzeige hat uns drei neuseeländische Untermieter ins Haus gebracht. David, Emily und Dino haben versprochen, sich um meine Pflanzen zu kümmern, und gut auf die Wohnung aufzupassen. Gleich kommt David vor der Arbeit vorbei, um den Untermietvertrag zu unterschreiben. Er ist schon ein paar Monate in Berlin, und die verheirateten Emily und Dino gerade angekommen - ihr Abenteuer wird somit quasi teil des unseren. Die drei sind voll motiviert, Berlin kennenzulernen, und freuen sich auf den Frühling und Sommer auf unserem Balkon, während wir uns freuen, Berlin mal für eine Weile den Rücken zu kehren.


Bevor die Reise beginnt, werden Sandra und ich vielleicht noch ein wenig dazu schreiben, wie es eigentlich dazu kam, was die Kollegen dazu sagen, und mir selbst dabei ein wenig vor Augen halten, wie es dazu kommen konnte, daß ich in ein paar Tagen meine Wohnung ausräume, und mal wieder den Rucksack schnüre ;-)